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Das Wildschwein, aufgrund seiner dunklen Färbung auch als Schwarzwild bezeichnet, ist die
Stammform aller Hausschweinrassen. Kreuzungen zwischen Wild- und Hausschwein ergeben fruchtbare Nachkommen. Der anpassungsfähige und intelligente Allesfresser ist seit altersher als Verursacher von Wildschden in der Landwirtschaft berüchtigt. Wildschweine besiedeln nahezu alle Gebiete außer der Wüste und dem Hochgebirge (> 60cm Dauerschneedecke). Als Kulturfolger dringt es in jüngster Zeit verstärkt auch in den städtischen Bereich vor (z.B. Großraum Stuttgart). Der Schwarzwildbestand hat in den letzten Jahrzehnten erheblich zugenommen - nicht nur bei uns, sondern europaweit. In Deutschland hat sich die Zahl der erlegten Wildschweine innerhalb der letzten 60 Jahre stark erhöht. Entscheidend für das Populationswachstum sind milde Winter und die Verbesserung des Nahrungsangebots, z.B. Zunahme des Maisanbaus in der Landwirtschaft, häufigere Eichel- und Buchenmast im Wald aufgrund von Immissionsschäden („Notfruktifikation") sowie verstärkter Einsatz von Lockfutter („Kirrung", i.d.R. Mais) bei der Jagd. Ein nicht unbedeutender Teil der Bestandszunahme ist aber auch darauf zurückzuführen, dass diese Wildart sich Lebensräume zurückerobert hat, in denen sie in vorausgegangenen Jahrhunderten durch erbarmungslose Verfolgung nahezu oder vollständig ausgerottet wurde.
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