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Auch wenn Stockenten überwiegend pflanzliche Nahrung zu sich nehmen, sind sie dennoch Allesfresser, die gern Schnecken, Würmer,
Kaulquappen und selbst kleine Frösche verschlingen. Stockenten gibt es so zahlreich, weil sie sehr anspruchslos sind. Ihnen ist es ziemlich egal wie das Gewässer aussieht. Wenn diese Enten am Ufer keine Möglichkeit
zum Brüten finden, suchen sie sich auch fern ab vom Wasser in der weiteren Umgebung geeignete Nistgelegenheiten. Ihre Jungen führen sie aber wieder zum Wasser.
Die Balz der Stockenten beginnt gewöhnlich schon in der ersten Septemberhälfte, wird im Oktober intensiver,
flaut dann ab und setzt im Januar wieder verstärkt ein. Die Partner lernen sich im Herbst erst kennen und “verloben“ sich, das bedeutet, es kommt zur Paarbildung, aber vorerst noch nicht zur
geschlechtlichen Vereinigung. Die Kopulation erfolgt dann erst im zeitigen Frühjahr. Ältere Vögel dagegen kopulieren nach fester Verpaarung von September an fast täglich. Männchen und Weibchen suchen gemeinsam einen
geeigneten Nistplatz aus. Dazu überfliegen beide Partner das Brutgebiet in geringer Höhe in Kreisen. Solche Suchflüge finden abends besonders an warmen Vorfrühlingstagen statt. Die meisten Nester liegen am Boden
oder dicht darüber, allerdings brüten Stockenten auch in Bäumen, auf Balkonen oder selbst auf Flachdächern von Hochhäusern. Durchschnittlich werden 7-11 Eier gelegt, bei freilebenden Enten kommt es nur bei
Gelegeverlusten zu einer zweiten Brut. Nach etwa 28 Tagen schlüpfen die Jungen, die mit acht Wochen voll flugfähig werden. Zu dieser Zeit lockert sich auch die Bindung zwischen den Weibchen und ihren Jungen.
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