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Letzte Überarbeitung
17.03.2010

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Hundeführerlehrgang


Der Hundeführerlehrgang beginnt am 24.03.2010 um 19 Uhr im Haus Eckartz.
(Vorbesprechung ohne  Hund) Lehrgangsende
Gebühr: 150,--   €  Mitglieder vor 2010 erhalten 20% Rabatt

1. Übungsabend für die BP  Hunde ist am 27.04.2009

Gelände und Anfahrt                

             Hundeausbildung im Hundeführerlehrgang

1. Zweck und Ziel eines Abrichtelehrganges

Anleitung der Führer und deren Hunde zur Ausbildung zum JAGDGEBRAUCHSHUND:
Der Führer soll die grundsätzliche Behandlung des Hundes und die technischen Hilfen und Handgriffe bei der  Abrichtung erlernen. Der Hund soll in der Grundabrichtung Leinenführigkeit, Sitz,  Apport im Feld und Wasser, Halt (Down), Ablegen, gehen frei bei Fuß erlernen.
Es wird so  ausgebildet, dass er zu einem brauchbaren Jagdhund wird. Ausbildungsfächer sind  Schleppen, Bringen im Feld und Wasser. Besonderes Augenmerk wird auf den Gehorsam gelegt, denn hier baut die weitere Ausbildung auf.  Hierbei ist die Rasse  gleichgültig, dies gilt für alle Jagdhunderassen. Abschluss ist die Brauchbarkeits- oder Herbstzuchtprüfung.
Ein Abrichtelehrgang ist keine Hundeschule  (da bei uns der Führer mit seinem Hund lernt) und kann Ihnen keinen abgerichteten Jagdgebrauchshund herzaubern, ohne Ihre  Übungen zu Hause werden Sie das Ausbildungsziel nicht erreichen. Regelmäßiges tägliches Üben  ist der Schlüssel zum Ziel. Lieber 2 mal 15 Minuten als einmal eine halbe  Stunde. Das öftere Üben vertieft das Erlernte viel  mehr (So lernt der HUND). Zum Abschluss kann eine Prüfung (VJP, JEP, HZP, VGP) abgelegt werden. Im Lehrgang  lernt der Hundeführer, zu Hause lernt der Hund.

Durch Kurzvorträge Vermittlung allgemeiner kynologischer Kenntnisse  ( wie  lernt ein Hund, wie sieht ein Hund, Ernährung  u.s.w.) Siehe auch Punkt. 2.

2. Grundsätzliches zur Verständigung zwischen Mensch und  Hund

Der Hund kann nicht denken: Der Hund schlussfolgert aus  Erfahrung, nicht aus logischen (abstrakten) Überlegungen.
Er versteht weniger  unsere Worte als unseren Tonfall. Kurze, ständig wiederholte Worte mit gleicher  körperlicher Einwirkung (z. B. beim Sitz, druck auf die Kruppe) werden für ihn zu einem Begriff (Sitz, Halt, Fuß)  verknüpft.
Wie lernt man Befehle? Die ursprüngliche körperliche (beim Sitz druck auf die Kruppe) Einwirkung  wird mit dem stellvertretenden Wort oder Zeichen durch ständiges Üben so fest  verknüpft, bis nach einiger Zeit die stellvertretende Einwirkung allein genügt,  um das erwünschte Verhalten des Hundes auszulösen. Einfacher gesagt, Befehle  auf Handzeichen ausführen, z. B. der erhobene Zeigefinger für SITZ.
Der Hund ist ein ausgezeichneter Bewegungsseher. Deshalb bewusste  Sichtzeichen geben (Finger heben bei Sitz).

Ziel: Gehorsam
Wir geben ein Kommando  der Hund gehorcht. Dazu ist erforderlich: Konsequenz in der Ausbildung.
Hunde haben eine strikte Sozialstruktur. Eine Ausbildung in der wir unsere menschliche Sozialstruktur oder unser miteinander umgehen einfliessen lassen, ist für den Hund nicht verständlich. Dieses konsequente Handeln ist daher für manchen Hundführer neu und manchmal schwerer umzusetzen. Hunde können aber nicht, eine auf eine derart mit Nuancen gespicktes Verhalten wie der Menschen untereinander umsetzen. Der Hund braucht einfache klare Regeln die er imstande ist umzusetzen. Eben Gehorsam.

Bei jeder auch noch so  kleinen neuen Anforderung überlegen: Wie fasst der Hund das auf? Bei jedem  Versagen überlegen: Welchen Fehler habe ich gemacht?

Prügel ist keine Abrichtehilfe!
Körperliche Gewalt gegen den Hund, ist nur anzuwenden um Schaden von anderen oder sich selbst abzuwenden.

Zusammenfassend:
1. Selbst lernen wie ein Hund etwas erlernt. 
2. Das Erlernte festigen!
3. Konsequentes weiterarbeiten mit dem Hund!

3. Die Erziehung des Hundes
 
Den Hund im Jugendalter im Zwinger nicht verblöden lassen. Vielmehr natürliche  Bewegung (Spielen, Tollen, Auslaufen im Revier). Vorsicht beim Training neben  dem Fahrrad (Knochenbau beachten)! Die Dressurangel ist ein höchst  wertvolles Arbeitsgerät für Vorstehen, Apportieren und  zum Entwickeln der Beutegemeinschaft. Hierbei ist die Beutegemeinschaft ein sehr wichtiges Prägungsziel, denn Sie hilft dem Führer bei späteren Arbeiten. Wenn der Hund nicht lernt zu teilen, wird er seine apportierende Beute uns nicht freudig zutragen. Es kann vorkommen das er uns diese vorenthält. An Land haben wir da einfachere Möglichkeiten einzugreifen. Viel schwieriger ist das Fehlverhalten jedoch im Wasser zu korregieren. Da hat man selber schon im Im Wasser gestanden (mit Klamotten) um dem Hund schnellsten zu zeigen, dass das Wasser für Ihn kein einwirkungsfreier Raum ist.
Gewöhnung an Hereinkommen.
Gewöhnung an  Halsung und Leinenführigkeit üben
Stubenreinheit: regelmäßiges Hinauslassen,  ständige Aufsicht, Tadeln nur unmittelbar beim Nässen in der Stube, nicht hinterher Verknüpfungszeit nur 3 - 5 Sek für Lob u. Tadel! Mitnehmen z. B.  ins Revier, so früh wie möglich.

Darüber hinaus entwickeln sich auch bei der Hundeausbildung neue  Erkenntnisse!
So haben wir Taubenwerfer angeschafft, die uns eine gezielte Suchen-  und Vorsteharbeit ermöglichen . Außerdem vereinfachen sie die  Ausbildung und Gehorsam  am aufsteigenden Wild.
Desweiteren haben wir uns einen Abrichtetisch gebaut, (  freundliche Spende von Dirk Mücke) der konzentrierte Arbeit an den Hunden  ermöglicht. Sollten Sie weitere Fragen haben, sind unten die Kontaktadressen  aufgeführt.

Frank Steinhoff 02161 / 551156