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Hundeausbildung im Hundeführerlehrgang
1. Zweck und Ziel eines Abrichtelehrganges
Anleitung der Führer und deren Hunde zur Ausbildung zum JAGDGEBRAUCHSHUND: Der Führer soll die grundsätzliche Behandlung des Hundes
und die technischen Hilfen und Handgriffe bei der Abrichtung erlernen. Der Hund soll in der Grundabrichtung Leinenführigkeit, Sitz, Apport im Feld und Wasser, Halt (Down), Ablegen, gehen frei
bei Fuß erlernen. Es wird so ausgebildet, dass er zu einem brauchbaren Jagdhund wird. Ausbildungsfächer sind Schleppen, Bringen im Feld und Wasser. Besonderes Augenmerk wird auf den
Gehorsam gelegt, denn hier baut die weitere Ausbildung auf. Hierbei ist die Rasse gleichgültig, dies gilt für alle Jagdhunderassen. Abschluss ist die Brauchbarkeits- oder
Herbstzuchtprüfung. Ein Abrichtelehrgang ist keine Hundeschule (da bei uns der Führer mit seinem Hund lernt) und kann Ihnen keinen abgerichteten Jagdgebrauchshund herzaubern, ohne
Ihre Übungen zu Hause werden Sie das Ausbildungsziel nicht erreichen. Regelmäßiges tägliches
Üben ist der Schlüssel zum Ziel. Lieber 2 mal 15 Minuten als einmal eine halbe Stunde. Das öftere Üben vertieft das Erlernte viel mehr (So lernt der HUND). Zum Abschluss kann eine Prüfung (VJP, JEP, HZP, VGP) abgelegt werden. Im
Lehrgang lernt der Hundeführer, zu Hause lernt der Hund.
Durch Kurzvorträge Vermittlung allgemeiner kynologischer Kenntnisse ( wie lernt ein Hund, wie sieht ein Hund, Ernährung
u.s.w.) Siehe auch Punkt. 2.
2. Grundsätzliches zur Verständigung zwischen Mensch und Hund
Der Hund kann nicht denken: Der Hund schlussfolgert aus Erfahrung, nicht aus logischen (abstrakten) Überlegungen. Er
versteht weniger unsere Worte als unseren Tonfall. Kurze, ständig wiederholte Worte mit gleicher körperlicher Einwirkung (z. B. beim Sitz, druck auf die Kruppe) werden für ihn zu einem
Begriff (Sitz, Halt, Fuß) verknüpft. Wie lernt man Befehle? Die ursprüngliche körperliche (beim Sitz druck auf die Kruppe) Einwirkung wird mit dem stellvertretenden Wort oder Zeichen durch
ständiges Üben so fest verknüpft, bis nach einiger Zeit die stellvertretende Einwirkung allein genügt, um das erwünschte Verhalten des Hundes auszulösen. Einfacher gesagt, Befehle auf
Handzeichen ausführen, z. B. der erhobene Zeigefinger für SITZ. Der Hund ist ein ausgezeichneter Bewegungsseher. Deshalb bewusste Sichtzeichen geben (Finger heben bei
Sitz).
Ziel: Gehorsam Wir geben ein Kommando der Hund gehorcht. Dazu ist erforderlich: Konsequenz in der Ausbildung. Hunde haben eine strikte Sozialstruktur. Eine Ausbildung in der
wir unsere menschliche Sozialstruktur oder unser miteinander umgehen einfliessen lassen, ist für den Hund nicht verständlich. Dieses konsequente Handeln ist daher für manchen Hundführer neu und manchmal
schwerer umzusetzen. Hunde können aber nicht, eine auf eine derart mit Nuancen gespicktes Verhalten wie der Menschen untereinander umsetzen. Der Hund braucht einfache klare Regeln die er imstande ist
umzusetzen. Eben Gehorsam.
Bei jeder auch noch so kleinen neuen Anforderung überlegen: Wie fasst der Hund das auf? Bei jedem Versagen überlegen: Welchen Fehler
habe ich gemacht?
Prügel ist keine Abrichtehilfe!
Körperliche Gewalt gegen den Hund, ist nur anzuwenden um Schaden von anderen oder sich selbst abzuwenden.
Zusammenfassend: 1. Selbst lernen wie ein Hund etwas erlernt. 2. Das Erlernte festigen! 3. Konsequentes weiterarbeiten mit dem Hund!
3. Die Erziehung des Hundes Den Hund im Jugendalter im Zwinger nicht verblöden lassen. Vielmehr natürliche
Bewegung (Spielen, Tollen, Auslaufen im Revier). Vorsicht beim Training neben dem Fahrrad (Knochenbau beachten)! Die Dressurangel
ist ein höchst wertvolles Arbeitsgerät für Vorstehen, Apportieren und zum Entwickeln der Beutegemeinschaft. Hierbei ist die Beutegemeinschaft ein sehr wichtiges Prägungsziel, denn Sie hilft dem Führer bei späteren Arbeiten. Wenn der Hund nicht lernt zu teilen, wird er seine apportierende Beute uns nicht freudig zutragen. Es kann vorkommen das er uns diese vorenthält. An Land haben wir da einfachere Möglichkeiten einzugreifen. Viel schwieriger ist das Fehlverhalten jedoch im Wasser zu korregieren. Da hat man selber schon im Im Wasser gestanden (mit Klamotten) um dem Hund schnellsten zu zeigen, dass das Wasser für Ihn kein einwirkungsfreier Raum ist. Gewöhnung an Hereinkommen. Gewöhnung an Halsung und Leinenführigkeit üben Stubenreinheit: regelmäßiges Hinauslassen, ständige Aufsicht, Tadeln nur unmittelbar beim Nässen in der Stube, nicht hinterher
Verknüpfungszeit nur 3 - 5 Sek für Lob u. Tadel!
Mitnehmen z. B. ins Revier, so früh wie möglich.
Darüber hinaus entwickeln sich auch bei der Hundeausbildung neue Erkenntnisse! So haben wir Taubenwerfer angeschafft, die uns eine
gezielte Suchen- und Vorsteharbeit ermöglichen . Außerdem vereinfachen sie die Ausbildung und Gehorsam am aufsteigenden Wild. Desweiteren haben wir uns einen Abrichtetisch gebaut,
( freundliche Spende von Dirk Mücke) der konzentrierte Arbeit an den Hunden ermöglicht. Sollten Sie weitere Fragen haben, sind unten die Kontaktadressen aufgeführt.
Frank Steinhoff 02161 / 551156
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