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Letzte Überarbeitung
17.03.2010

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Unsere Jagdhunde werden in der Regel in den ortsansässigen Jagdgebrauchshundvereinen betreut. Dort werden sie schon seit je her auf ihre vielfältigen Aufgaben bei der Jagd ausgebildet.
Zu allererst laufen die jungen Hunde auf einer Jugendsuche. Diese Prüfung ist eine Anlagenprüfung und soll den züchterischen Leistungsstand der Jagdhundrassen dokumentieren.
Im Herbst folgt dann die Herbstzuchtprüfung (HZP) oder die Brauchbarkeitsprüfung  (BP).
Zum Schluß kommt dann die Verbandsgebrauchsprüfung (VGP), die auch Meisterprüfung    
genannt wird.
Weitere Prüfungen sind die VPS die Prüfung nach dem Schuß die VGP für Hunde die  nicht Vorstehen.
Die Bringtreueprüfungen oder verschiedene Schweißprüfungen.
Auch in den Zuchtvereinen werden Ausbildung / Prüfungen durchgeführt.
Die Mühe lohnt sich wenn man seinen Hund bei schönen Suchen und Arbeiten sieht!                                                                                         

Vorstehhunde und Apportierhunde

Jagdhunderassen

Schweiß-
und
Stöberhunde

Ausbildungskurse

Hundeausbildung im Hundeführerlehrgang

1. Zweck und Ziel eines Abrichtelehrganges

Anleitung der Führer und deren Hunde zur Ausbildung zum JAGDGEBRAUCHSHUND:. Der Führer soll die grundsätzliche Behandlung des Hundes und die technischen Hilfen und Handgriffe bei der  Abrichtung erlernen. Der Hund soll in der Grundabrichtung Leinenführigkeit, Sitz,  Apport im Feld und Wasser, Halt (Down), Ablegen, gehen frei bei Fuß erlernen.
Es wird so  ausgebildet, dass er zu einem brauchbaren Jagdhund wird. Ausbildungsfächer sind  Schleppen, Bringen im Feld und Wasser. Besonderes Augenmerk wird auf den Gehorsam gelegt, denn hier baut die weitere Ausbildung auf.  Hierbei ist die Rasse  gleichgültig, dies gilt für alle Jagdhunderassen und auch  für  die Begleithunde.
Ein Abrichtelehrgang ist keine Hundeschule   (da bei uns der Führer mit seinem Hund lernt) und kann Ihnen keinen abgerichteten Jagdgebrauchshund herzaubern, ohne Ihre  Übungen zu Hause werden Sie das Ausbildungsziel nicht erreichen. Regelmäßiges tägliches Üben  ist der Schlüssel zum Ziel. Lieber 2 mal 15 Minuten als einmal eine halbe  Stunde. Das öftere Üben vertieft das Erlernte viel  mehr (So lernt der HUND). Zum Abschluss kann eine Prüfung (VJP, JEP, HZP, VGP) abgelegt werden. Im Lehrgang  lernt der Hundeführer, zu Hause lernt der Hund.

Durch Kurzvorträge Vermittlung allgemeiner kynologischer Kenntnisse  ( wie  lernt ein Hund, wie sieht ein Hund, Ernährung  u.s.w.) Siehe auch Punkt. 2.

2. Grundsätzliches zur Verständigung zwischen Mensch und  Hund

Der Hund kann nicht denken: Der Hund schlussfolgert aus  Erfahrung, nicht aus logischen (abstrakten) Überlegungen.
Er versteht weniger  unsere Worte als unseren Tonfall. Kurze, ständig wiederholte Worte mit gleicher  körperlicher Einwirkung (z. B. beim Sitz, druck auf die Kruppe) werden für ihn zu einem Begriff (Sitz, Halt, Fuß)  verknüpft.
Wie lernt man Befehle? Die ursprüngliche körperliche (beim Sitz druck auf die Kruppe) Einwirkung  wird mit dem stellvertretenden Wort oder Zeichen durch ständiges Üben so fest  verknüpft, bis nach einiger Zeit die stellvertretende Einwirkung allein genügt,  um das erwünschte Verhalten des Hundes auszulösen. Einfacher gesagt, Befehle  auf Handzeichen ausführen, z. B. der erhobene Zeigefinger für SITZ.
Der Hund ist ein ausgezeichneter Bewegungsseher. Deshalb bewusste  Sichtzeichen geben (Finger heben bei Sitz).

Ziel: Gehorsam
Wir geben ein Kommando  der Hund gehorcht. Dazu ist erforderlich: Konsequenz in der Ausbildung.
Hund haben eine strikte Sozialsturtur. Eine Ausbildung in der wir unsere menschliche Sozialstruktur oder unser miteinander umgehen einfliessen lassen, ist für den Hund nicht verständlich. Dieses konsequente Handeln ist daher für manchen etwas schwerer umzusetzen. Hunde können sich aber nicht, eine auf eine derart mit Nuancen gespicktes Verhalten wie der Menschen untereinander umsetzen. Der Hund braucht einfache klare Regeln die er imstande ist umzusetzen. Eben Gehorsam.

Bei jeder auch noch so  kleinen neuen Anforderung überlegen: Wie fasst der Hund das auf? Bei jedem  Versagen überlegen: Welchen Fehler habe ich gemacht?

Prügel ist keine Abrichtehilfe! Körperliche Gewalt gegen den Hund, ist nur anzuwenden um Schaden von anderen oder sich selbst abzuwenden.

Zusammenfassend:
1. Sich  in den Hund versetzen! 
2. Schnell reagieren!
3. Konsequentes  arbeiten mit dem Hund!

3. Die Erziehung des Hundes
 
Den Hund im Jugendalter im Zwinger nicht verblöden lassen. Vielmehr natürliche  Bewegung (Spielen, Tollen, Auslaufen im Revier). Vorsicht beim Training neben  dem Fahrrad (Knochenbau beachten)! Die Dressurangel ist ein höchst  wertvolles Arbeitsgerät für Vorstehen, Apportieren und  zum Entwickeln der Beutegemeinschaft. Hierbei ist die Beutegemeinschaft ein sehr wichtiges Prägungsziel, denn Sie hilft dem Führer bei späteren Arbeiten. Wenn der Hund nicht lernt zu teilen, wird er seine apportierende Beute uns nicht freudig zutragen. Es kann vorkommen das er uns diese vorenthält. An Land haben wir da einfachere Möglichkeiten einzugreifen. Viel schwieriger ist das Fehlverhalten jedoch im Wasser zu korregieren. Da hat man selber schon im Im Wasser gestanden (mit Klamotten) um dem Hund schnellsten zu zeigen, dass das Wasser für Ihn kein einwirkungsfreier Raum ist.
Gewöhnung an Hereinkommen.
Gewöhnung an  Halsung und Leinenführigkeit üben
Stubenreinheit: regelmäßiges Hinauslassen,  ständige Aufsicht, Tadeln nur unmittelbar beim Nässen in der Stube, nicht hinterher Verknüpfungszeit nur 3 - 5 Sek für Lob u. Tadel! Mitnehmen z. B.  ins Revier, so früh wie möglich.

Darüber hinaus entwickeln sich auch bei der Hundeausbildung neue  Erkenntnisse!
So haben wir Taubenwerfer angeschafft, die uns eine gezielte Suchen-  und Vorsteharbeit ermöglichen . Außerdem vereinfachen sie die  Ausbildung und Gehorsam  am aufsteigenden Wild.
Desweiteren haben wir uns einen Abrichtetisch gebaut, (  freundliche Spende von Dirk Mücke) der konzentrierte Arbeit an den Hunden  ermöglicht. Sollten Sie weitere Fragen haben, sind unten die Kontaktadressen  aufgeführt.

Frank Steinhoff 02161 / 551156

beim Jagdgebrauchshundverein