Jagd & Hund  Steinhoff

bild 1b 585

zur Startseite

Tel.   02161/551156
Fax   02161/551176
International
Tel.+49/2161/551156
Fax+49/2161/551176

E-Mail

Letzte Überarbeitung
05.04.2010

Wasserarbeit10x14 Hdfü. 1 So sieht der Wolf DT. Schäferh

So lernt der Hund

So richtig können wir es uns nicht vorstellen, aber unsere Hunde können nicht denken. Ihr handeln leiten sie aus Erlerntem und Erfahrungen ab. Sie sind jedoch so feinnervig, daß unsere Hunde leichte Veränderungen an uns wahrnehmen. Sie erkennen ob wir uns geärgert haben oder sonst schlecht drauf sind. Deshalb arbeiten Sie nur mit Ihrem Hund, wenn Sie sich nicht in einer Stresssituation befinden.Unsere Hunde lernen durch Wiederholen und ob unsere Reaktion darauf positiv oder negativ ist. Einen folgsamen Hund loben wir, anders herum lassen wir ihn erkennen, dass uns sein Benehmen  nicht gefällt. Dies wird in der Ausbildung als positive und negative Verstärkung beschrieben.

Zwischen ausgeführtem Befehl und Lob oder Tadel sollten nicht mehr als fünf (5) Sekunden liegen.
Der kann sonst Hund keine Verknüpfung zwischen ausgeführtem Befehl und Lob  oder Tadel herstellen.

So kann ein Hund, der nicht hört und erst einige Zeit später zu seinem Führer zurückkommt, nicht erkennen warum er bestraft wird. Der Zeitraum liegt zu weit auseinander, als das der Hund  eine Verbindung zwischen nicht ausgeführtem Befehl und Strafe / Lob erkennt. Hier ist eine positive wie negative Verstärkung im Sinne der Ausbildung gar nicht mehr möglich. Das, was wir Menschen als schlechtes Gewissen bei unseren Hunden deuten (geduckt kommen, kriechen) ist nur eine Ableitung aus unserer Stimmungslage. Die Veränderung der Stimme bzw. der  Körpersprache quittieren sie mit dem obigen Verhalten. Sie denken nicht, sondern leiten ihr Handeln aus unserer veränderten Stimmung ab. Hier haben unsere Hunde eine Verknüpfung aus Erfahrung aufgebaut die ihnen sagt, “die Stimme ändert sich, seine Körperhaltung ist nicht freundlich, da habe ich was falsch gemacht!” und versuchen uns nun zu besänftigen. Meistens mit Erfolg. Hier lassen wir Besitzer uns zu oft etwas vormachen. Hunde in ihrer Meutegemeinschaft handeln immer konsequent und dulden keinerlei Ungehorsam innerhalb ihrer Rangordnung. Also: Wenn der Hund sitzen soll und immer wieder aufsteht, wird ihm wieder auf die Kruppe (zwischen Rutenansatz und Oberschenkel) gedrückt und so verdeutlicht, was ich will, nämlich dass er zu sitzen hat und erst aufstehen soll, wenn ich es wünsche. Durch Konsequenz wird der Hund lernen und verstehen, was Sie von ihm wollen.
Hier liegt zur Zeit meines Erachtens das grösste Missverständnis in der heutigen Hundeausbildung. Konsequenz ist in unser Gesellschaft in der jeder jedem gefallen will nicht angesagt. Oft erleben wir in unseren Lehrgängen menschliche gesellschaftliche Normen die auf den Hund übertragen werden. Nur unsere Hunde können damit nichts aber auch gar nichts anfangen. Vielmehr sind sie verunsichert ob sie etwas dürfen oder eben gerade nicht. Konsequenz ist auch eine gewisse Strenge. Ein Hundeführer war der Meinung wenn er streng wäre, würde sein Hund ihn nicht mehr lieben. In vielen Gesprächen wurde unsere Ausbildung erläutert und an  erlebten Beispielen anschaulich dargestellt. Langsam aber wirklich ganz langsam setzte sich der Führer gegen sein charakterlichen einwandfreien Hund (aber ein Sausack) durch und siehe da die beiden kamen viel besser miteinander aus. Der Hund hatte seine Leitfigur gefunden.

                                                      HUNDE  kennen  keine Diplomatie

Vielmehr nutzen sie jede angebliche Schwäche von uns sofort aus. Das ist natürlich aus ihrer Sicht gesehen logisch, da die Rangordnung ständig neu festgelegt wird und warum sollte man seine Freiheiten bei einem nicht konsequenten Meuteführer nicht nutzen. Konsequenz ist keine körperliche Gewalt gegen den Hund; diese sollte nur eingesetzt werden, um Schaden von einem selbst oder anderen abzuwenden.